Praxis für Lerntherapie
Katharina Franke

Therapie

Wie genau die Therapie aussieht, ist natürlich von dem einzelnen Kind abhängig! Es gibt nicht DIE EINE Methode, welche bei allen legasthenen bzw. LRS-Kindern erfolgreich ist. Daher beginnt die Lerntherapie bei mir zunächst mit der Analyse der typischen Fehlerquellen aber auch der Fähigkeiten des Kindes, um darauf aufbauend zu überlegen, welche Vorgehensweise für das individuelle Kind am erfolgversprechendsten ist.

Allgemein lässt sich die Therapie im Bereich des Lesens und Schreibens in 4 Bereiche unterteilen:

  • Symptomtraining
  • Wahrnehmungstraining
  • Aufmerksamkeitstraining
  • Erarbeiten von Hilfsstrategien

Bei dem Symptomtraining geht es darum, an den individuellen, typischen Fehlerquellen des Kindes zu arbeiten. Das Vorgehen orientiert sich also an dem einzelnen Kind und der Analyse von dessen Schreib- bzw. Lesebeispielen. Wichtig ist mir, dass dieses Training möglichst spielerisch und kleinschrittig gestaltet wird, um die Motivation des Kindes aufrecht zu halten und dem Kind viele Erfolgserlebnisse zu ermöglichen.

Das Wahrnehmungstraining bezieht sich auf die verschiedenen Wahrnehmungsbereiche, in denen das Kind Defizite aufzeigen kann (aber nicht muss!): z.B. den visuellen, auditiven oder den feinmotorischen Bereich. Auch hier lege ich viel Wert auf den gezielten Einsatz von Spielen.

Im Zuge des Aufmerksamkeitstrainings geht es um die kontinuierliche Erhöhung der Aufmerksamkeitsspanne des Kindes beim Lesen und Schreiben. Durch das Erarbeiten von individuellen Lernstrategien soll es dem Kind zunehmend besser gelingen, sich auf die gestellten Aufgaben zu konzentrieren.

Begleitend ist es bei einigen Kindern sinnvoll, Hilfsstrategien zu erarbeiten und auch im Alltag zu integrieren. Ein Beispiel könnte z.B. der Einsatz einer Leseschablone sein, mit welcher das Kind leichter lesen kann. Aber auch die Förderung der Fähigkeit des Diktierens kann eine Strategie sein, um Kinder mit einer stark ausgeprägten Legasthenie dahingehend zu fördern, langfristig Texte mit Hilfe von einem Diktierprogramm selbstständig verfassen zu können.

Sie sehen, die Möglichkeiten sind vielfältig und die Inhalte der Therapie orientieren sich immer an den Bedürfnissen des Kindes!